Neben den unten stehenden schon etwas angestaubten Ausgaben nun eine kleine Neuentdeckung zur Ergänzung der Tipps und Tricks in ArcViewTM 3.x:
Eine gelungene kurze Zusammenfassung des Programmumfanges und einige sehr hilfreiche Tipps bietet das kleine Buch für 14,98 Euro. Es ist dem Autor gelungen, ohne viel Geschwafel (und ohne viele Screenshots) einen Kurzeinstieg mit Vermeidestratgien für viele der verflixten Fallen, in die Anfänger zwangsläufig bei ArcViewTM gelockt werden, zu formulieren. Seine von vornherein professionelle Herangehensweise an Koordinatensysteme und universell projektionsunabhängig verwendbare Shapes ist - für den Alltag der GIS-Nutzung in den Biostationen - ein schmerzlicher Wink. Mangelte es auf dem Markt der ESRI-Partner und der ArcView Literatur doch immer wieder an deutlichen Hinweisen für das 'grundlegend richtige', projektionsunabhängige Arbeiten. Trotzdem sind die Hinweise zu Projektion und Transformation sehr wertvoll und dienen dem Verständnis so manchen Problems, das von unterschiedlichen Bezugssystemen oder Projektionen herrührt. Ein weiterer Tip sei hier kurz erwähnt: die Importmöglichkeit (mit Umwegen) für Karten aus den Top 50 in ArcViewTM. Für 101 Seiten in dieser ersten Auflage genug Information. Die nüchternen Worte zu ArcGIS 8/9 beruhigen zudem jeden, der ArcViewTM 3.3 insgeheim immer schon für viel vielseitiger hielt, als ESRI es offiziell verlauten ließ.
Das bisher wohl umfassendste Nachschlagewerk und eine Anleitung für Autodidakten. Wenig zugeschnitten auf eine bestimmte Arbeitsrichtung. Wenn man sich zwingt, ein wenig zu abstrahieren, kann man damit wirklich erfolgreich Probleme lösen und neue, interessante Funktionen in ArcViewTM entdecken, die das ESRI-Handbuch nicht zu kennen scheint.
In der ersten Auflage vermisst man ein Nachschlage-Verzeichnis. Zu loben ist der klar strukturierte Aufbau, und die (teilweise wiederum sehr speziellen) Beispiele treffen auch die im Untertitel genannten Arbeitsfelder. Eine Menge nützlicher Extensions, die als Freeware auch dem Buch beiliegen, werden vorgestellt. Der Inhalt bietet einige brauchbare Hinweise, die speziell auf den Arbeitsbereich naturschutzfachlicher Bewertung und Planung abzielen. Sehr hilfreich sind zudem die Erste-Hilfe-Ratschläge bei defekten Shapes und 'Segmentation Violation'. Man braucht Vorkenntnisse und findet nicht auf alle häufigen Fragen, die sich im Biostations-GIS-Alltag stellen eine Antwort. Die Lösungswege, die das Buch aufzeigt, haben oft Alternativen, die sich aus Biostationen-Sicht seit längerem bewährt haben. Da das Buch mittlerweile nicht mehr der Preisbindung unterliegt und auch bei verschiedenen 'Restposten'-Spezialisten verkauft wird (z.B. beim Humanitas-Buchversand), fällt die Entscheidung sicher leicht, hier zuzugreifen.
Eine umfassende Programmier-Referenz. Wer strukturiert an das Programmieren herangeht, findet in den ersten Kapiteln vielleicht die Erleuchtung, wer eher intuitiv und an Beispielen lernt, kann sich in den Folgekapiteln durch viel Code ackern und wird sicher Brauchbares finden.
Literatur zu OpenOffice.org 2 findet sich seit Anfang 2006 in erfreulichem Umfang. Wir haben uns bisher zwei 'Gesamtwerke' näher angeschaut und rezensieren unsere Auswahl:
Das Buch umfasst - bei einem Preis von 39,90 Euro - 1085 Seiten, auf denen sehr detailliert jedes Modul von Open Office, auch der Formeleditor, vorgestellt wird. Die Reihenfolge ist dabei "von leicht nach schwer", so dass man sich den eigenen Kenntnissen entsprechend noch ein oder zwei Unterkapitel weiterbewegen - oder es erstmal bei einem Einstieg belassen kann. Das umfangreiche Glossar hilft bei der Benutzung des Buches als Nachschlagewerk. Bisher habe ich (ME) mich auf die Anwendung 'Impress' für Präsentationen konzentriert und auf Anhieb gefunden, was ich suchte: ob man Folien für einzelne Präsentationen ausblenden kann, wie man Platzhalter für Bilder einrichtet, und was es mit den verschiedenen Ansichten Gliederung - Normal - Master usw. auf sich hat, sogar mit Empfehlung, für welchen Präsentationstyp man in welcher Ansicht arbeiten sollte. Die zahlreichen Screenshots wirken nicht raumfüllend sondern unterstützend, allerdings bilden sie eine Linux-Benutzeroberfläche ab, die sich geringfügig von Windows unterscheiden kann.
Worauf das Buch schon im Titel, und auch im Inhalt nicht so sehr eingeht, ist die Kompatibilität zu bisher weit verbreiteten Microsoft-Office Anwendungen. Das Buch ist ein sehr neutrales Handbuch und Nachschlagewerk für eine Software ohne großen Bezug und Rücksichtnahme auf die Sonderstellung von OpenOffice als 'Konkurrenzprodukt'. Dem einen mag genau dies sehr gut gefallen, mir (ME) fehlten aber in diesem Buch ein paar mehr Hinweise zum Stichwort 'Kompatibilität', Export-Tipps und Parallelnutzung der zwei Office-Anwendungspakete. Dadurch wird das Buch aber nicht weniger empfehlenswert. Ich habe zur Zeit den Eindruck, dass - sofern man genau weiss, dass man sich mit OpenOffice ernsthaft, strukturiert und intensiv auseinandersetzt - der erste Griff ins Regal hierhin gehen sollte, man ergänzend aber noch einige Hinweise online oder eventuell aus den unten besprochenen Büchern gut gebrauchen kann.
Bei diesem Werk zieht sich die Betonung der Umstiegstipps als roter Faden hindurch. Zahlreiche optisch gut unterlegte Tipps und ein sehr gut gestaltetes Layout mit vielen Detail-Erläuterungen vermitteln fast schon Lese- und Nutzungsspaß. Dieses Buch trifft sicher die Erwartungen von Leser/innen, die sich zunächst einmal überhaupt mit der Materie 'OpenOffice oder nicht?' auseinandersetzen und noch nie dazu gekommen sind, ihre eigenen bisher verwendeten Officeprogramme ernsthaft kennen zu lernen. Ich (ME) bin geneigt zu behaupten, dass die 'kompakte Einführung in alle Module' schon fast in Konkurrenz zur Fortführung der Reihe (siehe unten) mit den Detail-Büchern steht. Aber das trifft es nicht ganz - einige wertvolle Tipps fehlen natürlich aufgrund des kompakten Formates von 604 Seiten. Ich würde aber bei Unentschlossenen empfehlen: erstmal die 29,90 Euro hierfür anlegen, sich schlau machen und dann ins Eingemachte einsteigen, evtl. mit einem speziellen Handbuch zum Modul, welches man am häufigsten nutzt.
Dieses Buch stellt sich mir (ME) sehr durchwachsen dar: einerseits erfahre ich hier Insider-Tips, die mir sonst (auch in dem umfassenden Buch von Günter Born nicht) noch nicht aus der Literatur bekannt sind. So wird zum Beispiel das Problem erläutert, dass man mit OpenOffice im Standardformat (bisher noch) keine selbstlaufende Präsentation abspeichern kann, wie es mit Microsoft 'pack and go' ja möglich ist. Es werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Betriebssysteme (Windows, Linux, Mac) angegeben. Kleiner Nachteil: bei mir funktioniert der Tipp nicht - hoffentlich ein Einzelfall, und ich arbeite noch dran, umliegende Fehlerquellen zu ermitteln. Etwas, das bei allen weiteren Spezial-Modul-Büchern der Reihe leider ins Gewicht fällt, ist der erste allgemeine Teil des Buches, der nochmal die Geschichte, die Installation und alles weitere Drumrum von OpenOffice beschreibt. Und bei diesem speziellen Werk fällt mir persönlich auch noch ein weiterer Ballast auf: ein Kapitel über Präsentationstechnik mit Atemempfehlungen und Bezugnahme auf die Wirkung von Präsentationen bei verschiedenem Publikum. Auch wenn's böse formuliert und kein guter Rezensionsstil ist: ich fühle mich an Lebensweisheits-Ratgeber aus dem angloamerikanischen Raum erinnert und bin der Meinung, diese Seiten hätte man besser mit ein paar mehr Screenshots gefüllt, da mit diesen wirklich sehr sparsam umgegangen wird. Eine gewisse Textlastigkeit haftet diesem Buch an, dafür kommen die Autoren aber auch mit 383 Seiten aus. Ein Fazit meiner bisherigen Beschäftigung: eher geringer Ertrag - bei einem Preis von 29,90 Euro - wenn man die Erwartungen nach dem 'Einstiegswerk' von Th. Krumbein hochgeschraubt hat.
Ein Vergleich der für einzelne Themen verwendeten Seitenzahlen zeigt hier erfreuliche 37 Seiten für den Einstieg und die Installation, und dann den Rest der insgesamt 501 Seiten für das eigentliche Thema (im Vergleich: das oben genannte Präsentationen mit OpenOffice verwendet 56 Seiten auf den allgemeinen Teil). Ähnlich wie im übergreifenden Handbuch OpenOffice.org 2.0 - Einstieg und Umstieg von Th. Krumbein ist das Layout durch zahlreiche erläuternde Abbildungen von Screenshots, Button-Leisten mit Legende und gut unterlegten Tipps aufgemacht. An den Kapitel-Inhaltsverzeichnissen fällt eine starke Differenzierung gleich in der obersten Ebene auf, so dass man statt im Index auch in den Kapitelüberschriften gezielt das gesuchte Detailthema finden kann. 6 Einzelkapitel beschäftigen sich mit der Integration der anderen Module in die Textverarbeitung und mit der 'Teamarbeit', z.B. dem gemeinsamen Zugriff auf Vorlagen. Zum Thema Kompatibilität findet sich am Schluss des Buches ein Kapitel mit der (nicht vollständigen, das betont auch die Autorin) Gegenüberstellung der unterschiedlichen Begriffe und Menübefehle zwischen Microsoft Word und OpenOffice Writer. Wenn man mit nur einem Stichwort das Buch beschreiben dürfte, würde ich 'praxisorientiert' wählen - man stolpert nicht über zu viel theoretischen Überbau und findet schnell einen Zugang zur gesuchten, wirklich benötigten Information. Ich (ME) gehöre zu den AnwenderInnen, die die Funktionen von Microsoft Word nie bis ins Detail kennen gelernt haben und beurteile aus dieser Sicht die Benutzerführung durch das Buch positiv. Bei einem Preis von 24,90 Euro bekommt man viel für's Geld.
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